Verein

         

         

         

         

    

   

Der Fürstenberger Carnevals Club e.V.

Karneval wird seit langer Zeit in Fürstenberg im Altkreis Büren, jetzt Kreis Paderborn groß geschrieben.

Schon um die Jahrhundertwende wurde von einzelnen Gruppen in den Fürstenberger Gaststätten zünftig Rosenmontag gefeiert.

Die Wurzeln des Fürstenberger Karnevalstreibens lassen sich jedoch bis weit ins 18. Jahrhundert zurueckverfolgen.

Die Narretei weitete sich in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts immer weiter aus. Damals fanden auch die ersten Umzüge durch die Gemeinde statt.

Das zur Zeit älteste Bilddokument, das der Verein besitzt, ist ein Foto aus dem Jahr 1911, das die Symbolfiguren des Karnevals, den Bären, den Storch, den Teufelsgeiger sowie den Hoppeditz zeigt.

1938 erfolgte die offizielle Gründung des Fürstenberger Carnevals Clubs , kurz FCC.

Johannes Günther wurde erster Vorsitzender des Vereins.

Im Jahr 1938 fand der erste offizielle Rosenmontagszug mit Prinz Emil I. Falke statt.

1939 folgte ihm Ferdinand I. Beyermann, dessen Umzug durch die Tatsache, daß der Prinzenwagen einmal umstürzte, für immer unvergessen bleiben wird.

In den Nachkriegsjahren fanden zunächst keine Umzüge statt. Erst 1950 wurde mit Prinz Alfons I. Bohnenpoll wieder Rosenmontag an der Karpke gefeiert. Nach erneuter Pause ging es dann 1953 weiter und ein Jahr später wartete Prinz Meinolf I. Rörig mit dem längsten Motto der Vereinsgeschichte auf. Anschließend fand sich erneut zwei Jahre lang keiner, der die Prinzenwürde übernehmen wollte. Heute ein unvorstellbarer Umstand.

Der „Kater-Club" machte 1957 den FCC wieder mobil. Von da an tat sich am Rosenmontag wieder regelmäßig etwas auf Fürstenbergs Straßen.

War der Verein in diesen Jahren noch recht unorganisiert, änderte sich dieses in den 60er Jahren unter dem Vorsitz des heutigen FCC-Präsidenten Hubert Trusch, der das Amt von Johannes Günther, der dem Verein fast 30 Jahre lang vorstand, übernahm. Dem damaligen Vorstand, dem neben Trusch auch der ehemalige Ehrenpräsident Hans-Josef Schäfer, Ehrenkassierer Werner Schmitz sowie die „Unweisen" Klemens Schulte, Hans-Josef Trilling und Meinolf Günter angehörten, gelang es, den Verein auf ein solides finanzielles Fundament zu stellen.

Diese Karnevalisten gehörten auch zu den Gründungsvätern des „Großen Gala-Abends des FCC", der erstmals im Jahr 1968, noch im unteren Teil der Schützenhalle, gefeiert wurde. Schnell etablierte sich diese Veranstaltung zu einem echten Markenzeichen des heimischen Karnevals und hat bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Beispielsweise in diesem Jahr waren sämtliche Karten innerhalb einer halben Stunde vergriffen. Unvergessen sind die

Jahre, in denen die Narren vor den Vorverkaufsstellen campiert und in Autos übernachtet haben, um sich in den Besitz der begehrten Tickets zu bringen.

Auch die Wahl des Prinzen, die schließlich Bestandteil der jährlichen Generalversammlung wurde, gestaltete sich zumeist problemlos. Nicht allerdings einzelne Sessionen, wie etwa das Jahr des „Eisprinzen" Heiko I. Werner, dessen Rosenmontagszug durch einen nächtlichen Eisregen unerwarteten Glanz erfuhr. Oder der „stürmische" Wolfgang I. Ebbers, der heutige 1. Vorsitzende des FCC, der als bisher einziger Prinz des FCC einen Abbruch des Zuges wegen zu heftiger Sturmböen erleiden mußte. Oder der „unglückliche" Michael I. Förster, dessen Zug 1991 wegen der Golfkrise nach wochenlangen Krisensitzungen ganz ausfallen mußte und der dafür im nächsten Jahr erneut ran durfte. Etwas mehr Glück hatten die Fürstenberger Narren im Jahr 1997, als die Schweinepest im gesamten Hochstift grassierte und erst im Ortsteil Wünnenberg haltmachte.

Neben dem Rosenmontagszug und dem Gala-Abend gehört der Karnevalsauftakt am jeweiligen Wochenende nach dem 11.11. zum Veranstaltungsreigen des Fürstenberger Karnevals. Der erste Auftritt des neu gewählten Prinzen, seine Proklamation, die Bekanntgabe des Mottos für die Session zeigen den Gästen alljährlich den Beginn der närrischen Jahreszeit an. Trotz vieler Unkenrufe hat sich der Auftakt nach wie vor seinen Platz im Veranstaltungskalender des Ortes erhalten und viele Narren, nicht nur die jeweiligen Gewinner der attraktiven Tombola möchten dieses Fest nicht missen.

Seit einigen Jahren wird auch der 11.11. selbst nicht mehr mit einem internen „Stifungs- und Stärkemahl" , sondern mit Böllerschüssen, dem Auftritt der Symbolfiguren des Fürstenberger Karnevals unter Führung des Hoppeditz, der Präsentation des neuen Kinderprinzenpaares und unter reger Teilnahme der Bevölkerung gefeiert. Den Abschluss der Eröffnungszeremonie bildet jeweils der Marsch zum neuen Prinzen.

Frauen an die Macht, heißt es alljährlich an Weiberfastnacht in Fürstenberg.

Auch der Bürgermeister der Stadt, der seinen Amtssitz in Fürstenberg hat, konnte sich dem närrischen Treiben nicht länger widersetzen und streicht regelmäßig nach Erstürmung des Rathauses um 15.11 Uhr die Segel. Die eigentliche Weiberfastnachtsparty stieg zunächst in der Schützenhalle und findet heute direkt im Anschluß an den Rathaussturm im Vereinshaus des FCC am Hexenweg statt.

Frauen mit an die Macht heißt es seit einigen Jahren auch im Vorstand und Elferrat des FCC. Dieser galt jahrzehntelang als reine Männerdomäne, doch erstmals 1992 mit Ingeborg Vorspohl, später mit Elisabeth Reutter, Susanne Oertzen, Julia Henze, Claudia Günther und Marion Münster ist mittlerweile auch das „schwache Geschlecht" in der FCC-Führung vertreten und sicherlich auch gut aufgehoben, denn die Aufgaben des Vereins sind in den letzten Jahren stetig gewachsen, und neue Ideen und breite Unterstützung durch die Vereinsmitglieder konnten da nur hilfreich sein.

Die Arbeit während einer Session kann vom gesamten Elferrat und Vorstand als ein Gremium unmöglich geschafft werden. Um effektiver arbeiten zu können, wurden Ausschüsse eingerichtet, die sich z. B. um die Vorbereitung der einzelnen Veranstaltungen kümmern.

Großen Zuspruches erfreut sich seit Jahren auch der Kinderkarneval am Karnevalssamstag. Mit Bussen aus allen Ortsteilen der Stadt heranchauffiert, können sich die jüngsten Närrinnen und Narren zwei Stunden lang in der Schützenhalle austoben, tanzen und an den Darbietungen der zumeist jugendlichen Akteure erfreuen.

Galt das Hauptaugenmerk der Verantwortlichen in den 50er bis 70er Jahren zunächst noch, die Bevölkerung Fürstenbergs für den Karneval zu mobilisieren, hat sich der Verein in den späten 80er und vor allen Dingen in den 90er Jahren immer weiter geöffnet und auch Karnevalisten aus anderen Orten gerne die Möglichkeit gegeben, am heimischen Karnevalstreiben teilzunehmen. Beleg dafür ist auch die sprunghaft gestiegene Mitgliederzahl, die von 336 im Jahr 1981 auf mittlerweile ca. 700 im Jahr 2010 gestiegen ist. Weiteres Indiz dafür ist die starke Präsenz auswärtiger Gruppen beim „Großen Rosenmontagszug des FCC", einem alljährlichen Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Stadt Bad Wünnenberg, der 1999 erstmals live im Internet übertragen wurde und bereits mehrfach Beachtung in Funk und Fernsehen fand. Zuschriften und E-Mails aus allen Teilen der Welt (sogar aus Australien und Saudi-Arabien) erreichten den FCC, und die Absender nahmen trotz räumlicher Trennung am Fürstenberger Karnevalstreiben teil.

In puncto Rosenmontagszug hat sich ebenfalls manches im Lauf der Zeit geändert. Waren die früheren Wagenbauer noch wirklich auf sich alleine gestellt, was die Materialbeschaffung und Ausstattung der Wagen und Gruppen betraf, so können sich die heutigen Wagenbauer auf das Ausklügeln von Ideen und das eigentliche Bauen beschränken. Einen Großteil des Materials, wie etwa Farben und das gesamte Bauholz, wird vom Verein kostenlos zur Verfügung gestellt.

Treffpunkt für alle Zugteilnehmer und Besucher ist nach dem Umzug die Schützenhalle in Fürstenberg, in der nonstop weitergefeiert wird und alle Karnevalisten zeigen, was noch in ihnen steckt. Dem FCC ist das unbeschwerte Feiern in Fürstenberg ein großes Anliegen und deshalb werden mittlerweile Sonderbusse zum Fürstenberger Zug eingesetzt, die die auswärtigen Narren auch nach dem Fest wieder wohlbehalten nach Hause bringen.

Der Fürstenberger Carnevals Club e.V. unter dem heutigen Vorsitz von Wolfgang Ebbers und Heinrich Henneken hat sich Anfang der 90er Jahre durch die Restaurierung und den Umbau des historischen Schafstalls, einem Ensemble der Schlossanlage der Grafen von Westphalen in Fürstenberg ein äußerst repräsentatives und vor allen Dingen geräumiges Vereinsheim geschaffen. Waren insbesondere die Wagenbauer auf den zur Verfügung gestellten Platz in Scheunen der heimischen Landwirte angewiesen, gibt es heute die Möglichkeit, mindestens 6 bis 8 große Festwagen im Schafstall zu bauen.

Der Schafstall, mittlerweile auch Veranstaltungsort der jährlichen Jahreshauptversammlung, hat sich binnen kürzester Zeit zu einer guten Adresse und einem wirklichen Treffpunkt im dörflichen Leben Fürstenbergs entwickelt.

Bisherige Vereinsvorsitzende des FCC:

 

Johannes Günther von 1938 bis 1967

Hubert Trusch von 1967 bis 1995

Wolfgang Ebbers seit 1995

 

Die Präsidenten des FCC:

 

Hans-Josef Schäfer von 1967 bis 1987

Reiner Förster von 1987 bis 1993

Hubert Trusch von 1993 bis 2005

Uwe Feddermann seit 2005

 

Ehrenvorstandsmitglieder / Ehrenelferräte des FCC:

 

Johannes Trilling

Klemens Schulte

Meinolf Günter

Hubert Trusch

Werner Schmitz

Franz-Johannes Günther

Rolf Fischer

Jürgen Sarrazin

Harald Mause

Alois Henneken

Peter Trusch

Franz-Josef von Rüden

 

Die Prinzen des Fürstenberger Carnevals Club mit ihren Mottos:

 

1938 Emil I. Falke

1939 Ferdinand I. Beyermann

1950 Alfons I. Bohnenpoll

1953 Emil I. Falke

1954 Meinolf I. Rörig

Prinz Meinolf, dieser tolle Knabe, verscheuert unsere ganze Habe. Aaatalsperre, Amtsverwaltung, Ziegenzucht und Bullenhaltung, Hassel, Körtge, Kallental: Watt datt wuel nau weren soll ?

1957 Johannes I. Ringmann

1958 Johannes II. Drüppel

1959 Gerhard I. Schäfer

1960 Winfried I. Schäfer

1961 Günter I. Drüke

1962 Günter I. Drüke

1963 Hubert I. Trusch

Früher wie heut`, Spaß an der Freud.

1965 Dieter I. Coritzius

Humba, Humba, täteri, das ist die Sintfeldmelodie.

1966 Bernhard I. Rölleke

Wer hält heut ` Maß im ganzen Land, bestimmt nicht wir vom Karpkestrand.

1967 Georg I. Clausmeyer

Und ist der Fuchs auch noch so schlau, bei uns geht`s weiter mit Helau.

1968 Alois I. Henneken

Macht man von außen noch soviel Stunk, Fürstenberg ist und bleibt der Mittelpunkt.

1969 Heinrich I. Scharfen

Wenn jeder Narr entscheiden könnte, behielt der Kreis die Form der Ente.

1970 Johannes III. Henneken

Wir Narren stellen doch am End` das Großgemeindeparlament.

1971 Johannes IV. Kleinschnittger

So ist`s nun mal auf dieser Welt, was nichts ist, es kostet Geld.

1972 Ulrich I. Ebbers

Helau, hurra – Fastnacht ist für alle da.

1973 Werner I. Schmitz

Lachen, schunkeln, witzig, spritzig, Fürstenberger Karneval 1973.

1974 Reiner I. Förster

Und ist die Welt auch voller Streit, im Karneval herrscht Heiterkeit.

1975 Manfred I. Wulf

Aus frohem Herzen alles lacht, Helau und Heissa Fassenacht.

1976 Helmut I. Münster

Karneval wie eh und je, in Fürstenberg beim FCC.

1977 Herbert I. Müller

Bier, Wein, Weib und Gesang, beim FCC ein Leben lang.

1978 Hubert II. Rörig

In dieser Saison zum 40. Mal, groß Karneval im Karpketal.

1979 Rudi I. Fischer

Mit viel Schwung, Zigarre und Feuer, ergreift Prinz Rudi das närrische Steuer.

1980 Hubert III. Reutter

Mit Frohsinn, Helau und vielen Feiern, wird Prinz Hubert das Narrenschiff in die

80er Jahre steuern.

1981 Alois II. Henneken

Auf geht`s wie anno dazumal, zur närrischen Kur im Karpketal.

1982 Gerhard II. Finke

Fürstenberg im Sintfeld grüßt alle Narren dieser Welt.

1983 Winfried II. Schweins

Vorhang auf, Ihr Narren, ran, der FCC zeigt, was er kann.

1984 Dieter II. Kersebaum

Fürstenberg ist sich einig weit und breit, Karneval ist die schönste Jahreszeit.

1985 Walter I. Wiedenmann

Wenn Fürstenbergs Hexen reiten, das Narrenvolk erwacht, heissa, dann ist Fassenacht.

1986 Hermann I. Bürger

Gepflegtes Bier und sauberer Wein, läßt alle Narren fröhlich sein.

1987 Heiko I. Werner

Fürstenberger Lebensart ist Frohsinn mit Humor gepaart.

1988 Rolf I. Fischer

Nach Väter Sitte aus uralter Zeit, regiert noch immer der Frohsinn die Leut`.

1989 Harald I. Mause

Blick` auf von der Arbeit, vergiß` Hektik und Streit, genieß die schöne Narrenzeit.

1990 Wolfgang I. Ebbers

Solange noch die Karpke fließt und der Aabach sich ergießt,

solange soll die Narrenschar feiern ein auf`s andere Jahr.

1991/ 1992 Michael I. Förster

Mit Musik, Sport, Humor und Elan führt Prinz Michael die Narrenschar an.

1993 Heinrich I. Henneken

Rund um das Sintfeld ist es der Hit, Karneval in Fürstenberg reißt alle mit.

1994 Frank I. Mause

Das größte Glück in diesem Land ist Karneval live am Karpkestrand.

1995 Wendelin I. Bunse

Im Sintfeld wird es endlich wahr, Prinz Wendelin regiert die Narrenschar.

1996 Matthias I. Breidenbach

Narren dieser Welt wacht auf, seid wie wir in Fürstenberg gut drauf.

1997 Peter I. Fischer

Wenn Menschen zueinander finden, gemeinsam Grenzen überwinden,

friedlich feiern Hand in Hand, das ist Karneval im Sintfeldland.

1998 Sven I. Müller

Ob jung, ob alt, ob groß, ob klein, ein Traum –

in Fürstenberg Prinz zu sein.

1999 Josef I. Kleinschnittger

Mit sowenig Streit wie nötig und soviel Spaß wie eben möglich,

wollen wir feiern Tag und Nacht die Fürstenberger Fassenacht.

2000 Heinz-Wilhelm I. Münster

Heute heiter, morgen froh, im Jahr 2000 ebenso.

2001 Alfons II. Schweins

Nach großem Kongress im Karpketal, feiern wir Karneval wie anno dazumal

2002 Michael II. Cole

Weil Karneval wird international, ist Mick der Prinz im Karpketal

2003 Reinhard I. Greifenhagen

Der Vorhang öffnet sich, die Narren treten auf, der Fürstenberger Karneval nimmt zum 65. Mal seinen Lauf

2004 Hubert IV. Vorspohl

Karnevalsmenü im Karpkeort, garniert mit Blasmusik und Sport

2005 Matthias II. Mause

Das gab's noch nie, man kann es kaum fassen, Prinz Matthias II. kann das Regieren nicht lassen

2006 Hardy I. Günter

Mit Freunden feiern wir die schönsten Feste, drum seid ihr alle zum Fürstenberger Karneval unsere Gäste

2007 Christian I. Hesse

Nachbardörfer, seht alle her, nur hier in Fürstenberg, da steppt der Bär

2008 Martin I. Rörig

Narren in der Karnevalszeit, sorgen für Frohsinn und Heiterkeit

2009 Peter II. Klaaßen

Klimakollaps, Börsenknall, jetzt ist erstmal Karneval, gerät die Welt auch aus dem Tritt, vergesst die Sorgen und feiert mit

2010 Jens I. Wiedenmann

Fußball ist nun einerlei, jetzt ist wieder Narretei

2011 Matthias III. Stork

Fürstenberg lässt es krachen und beben, Karneval ist unser Leben

2012 Hermann II. Beiermann

Trotz Skifahren, trommeln und singen, wird der Karneval in Fürstenberg mit Hermann II. gelingen