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Die Eröffnung einer neuen
Karnevalssession am 11. im 11. wurde in Fürstenberg lange Zeit ausschließlich
im Kreis von Vorstand und Elferrat gefeiert.
Als „Stärke-und Stiftungsmahl"
tituliert, traf man sich zum abendlichen Fisch- bzw. Eieressen in einer
Gastwirtschaft.
Seit nunmehr fast 10 Jahren
erwacht der Hoppeditz am 11.11. offiziell um 11.11 Uhr zu neuem Leben.
Drei Böllerschüsse auf dem
Kirchplatz kündigen den Beginn der fünften Jahreszeit an und unter den Klängen
der Musik steigen der Hoppeditz, der Bär, der Storch und der Teufelsgeiger aus
den Katakomben des alten Patrimonialgerichts am Kirchplatz, dessen Kellergewölbe übrigens
tatsächlich noch eine stattliche Zahl von Kerkerzellen aufweist, hervor.
Sämtliche Figuren stehen für die alten Fastnachtsbräuche, bei denen man
symbolisch den Winter austreiben bzw. sich ausgelassen auf die bevorstehende
Fastenzeit vorbereiten wollte.
Mit Spannung werden die
Symbolfiguren jedes Jahr insbesondere von den erschienenen Kindergarten- und
Grundschulkindern erwartet, die durch ihre Verkleidung und bunte Maskerade
beweisen, dass man auch im November in Westfalen schon karnevalistisch
gestimmt sein kann. Ebenso spannend wird auch der Auftritt des frisch gewählten Kinderprinzenpaares erwartet. Die beiden jungen Regenten, gewählt von den Viertklässlern der Grundschule Fürstenberg meistern auf dem stets gut gefüllten Kirchplatz ihren ersten Auftritt der Session.
Die Eröffnungszeremonie wird
danach mit dem Marsch zum kurz zuvor auf der Jahreshauptversammlung gewählten
neuen Prinzen fortgesetzt, von wo es dann nach kurzer Stärkung in eine der
Fürstenberger Gaststätten geht. Denn auf das traditionelle Fisch- bzw.
Eieressen wollen natürlich auch die heutigen Narren nicht verzichten.
Der Hoppeditz begleitet den FCC
fortan durch die gesamte Session und wird dann pünktlich zum Abschluss des
närrischen Treibens gegen 19.11 Uhr am Veilchendienstag vor dem Schafstall verbrannt und der
„Leichnam" in der Karpke bestattet.
Auch diese Zeremonie mit
Ansprache auf Fürstenberger Platt und bei so manchem Karnevalisten - und zwar
nicht nur dem scheidenden Prinzen - mit einer Träne im Auge, zieht noch einmal viele kleine und große Närrinnen und Narren zum Singen und Schunkeln, bevor dann
endgültig und eisern mit der Fastenzeit begonnen wird. |